Umstrukturierung bei Nokia
Der weltweit führende Handyhersteller Nokia strukturiert den Konzern um. Die Maßnahmen sind notwendig, um auch auf dem Markt für Multimediahandys Fuß zu fassen. Eine neue Konzernsparte unter dem Namen „Mobile Solutions“ soll sich in der Zukunft um die Entwicklung von Smartphones kümmern und stellt neben den Sparten „Mobiltelefone“ und „Märkte“ ein drittes Standbein des finnischen Konzerns dar. So ist es in Zukunft möglich, auf dem derzeit boomenden Markt für Smartphones mit Konkurrenten wie Apple oder Research in Motion mitzuhalten. Nokia reagiert bewusst auf die erwarteten Wachstumschancen des Smartphone-Sektors und erhofft sich schnellere Entwicklungsmöglichkeiten. Der neue Geschäftsbereich „Mobile Solutions“ konzentriert sich auf Highend-Geräte, die mit dem Betriebssystem Symbian oder Meego betrieben werden. Auch das ehemalige Servicegeschäft fällt der neuen Abteilung zu. So sollen die Integration der Ovi-Dienste vorangetrieben und neue Dienste entwickelt werden. Die neu geschaffene Sparte verfügt über ein eigenes Management und auch stehen ihr eigene Mitarbeiter für Entwicklung und Planung neuer Produkte zur Verfügung. So sind auch bereits einige Führungspositionen besetzt. Anssi Vanjoki wird die Leitung der Mobile Solutions-Gruppe übernehmen. Nokias Umstrukturierungsmaßnahmen sollen die Entwicklung neuer Geräte deutlicher in den Fokus rücken und insbesondere im Bereich der Smartphones erhoffe sich der finnische Konzern, wettbewerbs- und konkurrenzfähiger zu werden. Bereits mehrfach hat Nokia bewiesen, dass man in der Lage ist, für jede Zielgruppe maßgeschneiderte Produkte zu entwickeln. Gerade im Smartphone-Bereich ist es bislang aber nicht gelungen, an Geräte wie das Apple iPhone heranzukommen. Dies könnte sich ab dem 1. Juli 2010 ändern, denn dann tritt die Umstrukturierung des Geschäfts mit Nokia Handys in Kraft.

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